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Wellen­dicht­ringe

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Ähnliche Maße:

Was ist ein Wellen­dicht­ring?

Ein Radialwellendichtring wird im Gehäuse oder Gehäusedeckel eingebaut und dient der Abdichtung von rotierenden Wellen. Oft wird ein Wellen­dicht­ring auch als Simmerring bezeichnet; gemeint ist aber das Gleiche.

Um den richtigen Wellen­dicht­ring zu ermitteln, sollten Sie ein paar Dinge klären:

  • Verträglichkeit mit Medium
  • Durchmesser und Drehzahl der Welle
  • Druck
  • Temperatur
  • Reibung
  • Schmutzanfall

Mit den erforderlichen Abmessungen werden Sie in unserem Sortiment sicher fündig.
Sollten Sie Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

Wellen­dicht­ringe kaufen – verschiedene Größen und Materialien

Je nach Anwendung gibt es Wellen­dicht­ringe in verschiedenen Ausführungen. Die Unterschiede bestehen dabei vor allem im Material und der Größe.

Größe

Die passende Größe für Ihren Wellen­dicht­ring können Sie ganz einfach selbst ermitteln. Dazu brauchen Sie nur den Wellendurchmesser (=Innen­durch­messer), den Gehäusedurchmesser (=Außen­durch­messer) sowie die Breite der Nut (=Höhe). Für Wellen­dicht­ringe werden drei verschiedene Größen angegeben, was dann zum Beispiel so aussieht: 5 x 9 x 2 mm. Dabei bedeutet die 5, dass unser Beispiel-Wellen­dicht­ring für einen Wellendurchmesser von 5 mm und einen Gehäusedurchmesser von 9 mm ist. Die 2, gibt die Höhe des Wellen­dicht­ringes an.

Material

Ein Wellen­dicht­ring setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die jeweils aus einem anderen Material bestehen. Der Mantel besteht meistens aus Elastomer, wobei ein metallischer Versteifungsring ebenfalls zum Einsatz kommt. Schließlich wird die federunterstützte Dichtlippe stets aus Elastomer; die Feder aus unlegiertem Stahl oder Edelstahl hergestellt.

Je nach Material sind die Wellen­dicht­ringe für verschiedene Einsatzgebiete bestens geeignet:

  • Simmerringe aus NBR: Da es eine hohe Widerstandskraft gegen Mineralschmierstoffe, Hydrauliköle und andere Öle hat, ist NBR eines der am meisten verbreitetsten Materialien für Wellen­dicht­ringe. Allerdings kann ein NBR Wellen­dicht­ring gegenüber synthetischen Ölen anfällig sein. Sollte die Gefahr bestehen, dass der Wellen­dicht­ring mit solchen Stoffen in Berührung kommt, sollte eine FKM-Lippendichtung verwendet werden. Auf keinen Fall sollte ein NBR Wellen­dicht­ring in der Nähe von Säuren verwendet werden.
  • Simmerringe aus FKM: Fluorpolymer-Gummi kann bei Temperaturen von -15 bis zu 180 °C verwendet werden. FKM ist ideal, wenn Sie mit starken Säuren und Basen zu tun haben. Dagegen ist FKM ungeeignet für Fette auf Glykolbasis. Ein Simmerring aus FKM hält in der Regel länger als einer aus NBR und müssen daher auch seltener gewechselt werden.
  • Simmerringe aus PTFE: Gerade in der Industrie (z.B. Chemie und Pharma) ist PTFE sehr beliebt, da es sich für Rotationsdichtungen eignet. Ein Radialwellendichtring aus PTFE kann Temperaturen von –80 bis 200 °C aushalten
  • Simmerringe aus EPDM: Wenn Sie es mit Dampf, Heißwasser oder Lösungsmitteln zu tun haben, ist ein Radialwellenring aus EPDM das Mittel der Wahl. EPDM ist bei sehr niedrigen Temperaturen von –50 °C einsetzbar und hält in manchen Varianten bis zu 150 °C stand.
  • Simmerringe aus VMQ: VMQ – landläufig als Silikon bekannt – ist im Einsatz als Wellendichtungsring ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es nicht abriebfest, gleichzeitig kann es aber für eine breite Temperaturspanne von –60 °C bis zu 200 °C eingesetzt werden.

Wir führen Wellen­dicht­ringe aus NBR und FKM in unserem Standardsortiment. Simmerringe aus PTFE, EPDM oder VMQ (Silikon) sind auf Anfrage ebenfalls verfügbar.